Änderungen beim Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes

Die Regelungen treten rückwirkend zum 05.01.2021 in Kraft und gelten bis zum 31.12.2021.

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld für das Jahr 2021 wurde nochmals zeitlich begrenzt ausgeweitet. Danach besteht der

Diese Regelung gilt rückwirkend zum 05.01.2021.

Er erfolgt eine Verlängerung der Anspruchsdauer des Kinderkrankengeldes

  • für jedes Kind je Elternteil längstens für 30 Arbeitstage, Höchstanspruch bei mehreren Kindern 65 Arbeitstage
  • für Alleinerziehende für längstens 60 Arbeitstage, Höchstanspruch bei mehreren Kindern 130 Arbeitstage

Es besteht ein Anspruch auf Kinderkrankengeld auch in den Fällen, in denen die Betreuung des Kindes erforderlich wird, weil pandemiebedingt von der zuständigen Behörde

  • Kinderbetreuungseinrichtungen (Kindertageseinrichtungen, Horte, Kindertagespflegestelle), Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen geschlossen werden oder
  • für die Klasse oder Gruppe ein Betretungsverbot ausgesprochen (auch aufgrund einer Absonderung) wird oder
  • Schul- oder Betriebsferien angeordnet oder verlängert werden oder
  • die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben wird oder der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wird oder
  • empfohlen wird, vom Besuch des Kindes einer der genannten Einrichtungen abzusehen
  • Eltern prinzipiell im Homeoffice arbeiten könnten, das aber nicht mit der Kinderbetreuung zuhause vereinbaren können

Der jeweilige Grund der pandemiebedingte Betreuung des Kindes soll der Krankenkasse auf geeignete Weise nachgewiesen werden.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt für Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen eine Musterbescheinigung zur Verfügung.

Höhe:

Das Kinderkrankengeld beträgt 90% des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts.
Bei Bezug von Urlaubs- oder Weihnachtsgeld in den vorangegangenen 12 Monaten beträgt es 100% des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts.
Höchstens jedoch 112,88 € kalendertäglich.

Was muss ich tun?

  • einen Antrag ausfüllen. Diesen können Sie hier downloaden oder bei uns anfordern
  • eine Bescheinigung der Schule oder Kindertagesstätte beilegen
  • beim Arbeitgeber unbezahlten Urlaub beantragen

Ihr Arbeitgeber muss uns den Verdienstausfall bestätigen, danach überweisen wir Ihnen das Geld.