Zugang zur Krankenversicherung der Rentner verbessert

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Rentnerinnen und Rentner, die für die Erziehung ihrer Kinder zeitweise nicht gearbeitet haben und privat über die Ehepartner versichert waren, kommen durch das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) ab dem 1. August 2017 einfacher in die oft günstigere Krankenversicherung der Rentner.

Durch die Gesetzesänderung wird eine Benachteiligung von Kinder erziehenden Ehegatten und Lebenspartnern bei der Berücksichtigung von Vorversicherungszeiten für die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) beseitigt. Zukünftig können, unabhängig von der Krankenversicherung des Ehe- und Lebenspartners, jeweils pauschal drei Jahre pro Kind auf die Vorversicherungszeit für die KVdR angerechnet werden. Damit wird der Zugang zur KVdR für die Ehegatten und Lebenspartner verbessert, die in der zweiten Hälfte ihres Erwerbslebens die Erwerbstätigkeit wegen der Betreuung von Kindern unterbrochen haben und in dieser Zeit nicht gesetzlich krankenversichert waren. Sie erfüllen bisher teilweise nicht die geforderte Vorversicherungszeit für eine in der Regel günstigere Pflichtmitgliedschaft in der KVdR (sogenannte 9/10 Regelung).

Die Neuregelung gilt auch für Personen, die bereits vor dem 1. August 2017 eine gesetzliche Rente beantragt haben oder beziehen und die Vorversicherungszeit für die KVdR nicht erfüllen. Sie können durch die Berücksichtigung der Zeiten für die Kinder bei der Vorversicherungszeit ab dem 1. August 2017 in der GKV pflichtversichert werden. Eine Überprüfung von „Bestandsfällen“ findet jedoch nicht automatisch statt. Sind Sie als Versicherter der BKK SBH von der Neuregelung betroffen?

–    Wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen an uns und verweisen auf die Neuregelung ab 1. August 2017
–    Reichen Sie uns einfach die Geburtsurkunde/-n Ihres Kindes bzw. Ihrer Kinder ein
–    Wir prüfen dann umgehend, ob für Sie die KVdR möglich ist.