Expertenchat am 10. April 2017 zu Heuschnupfen

Heuschnupfen? So kommen Sie gut durch den Frühling!

Ständiges Niesen, lästiger Dauerschnupfen, juckende Augen – sobald die ersten Bäume und Gräser anfangen zu blühen, sind diese Symptome Alltag für rund 16 Prozent der Deutschen. Der Grund? Immer mehr Menschen leiden unter Heuschnupfen oder einer Pollen-Allergie. Wie Sie die Symptome am besten bekämpfen und welche Wege es gibt, Allergien zu lindern oder sie bestenfalls ganz zum Verschwinden zu bringen, erfahren Sie in unserem Expertenchat am 10. April von 20.30 bis 22.00.

Die Expertin

Direkt nach dem Studium der Oecotrophologie an der Hochschule Niederrhein begann Sonja Lämmel, Dipl. oec. Troph., ihre Tätigkeit beim Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. Dort beschäftigt sie sich unter anderem mit der wissenschaftlichen Betreuung der Patienten im Bereich Allergologie und der Leitung und Koordination der Fortbildungsabteilung. Außerdem führt Frau Lämmel freiberuflich Schulungen zum Thema Anaphylaxie (akute Reaktion des Immunsystem) durch und ist als Fachreferentin für Schulungen zu diversen allergologischen Themen tätig.

Experteninterview

Wann spricht man von einem Heuschnupfen?

Ein Heuschnupfen ist eine allergische Rhinitis (allergischer Schnupfen), die unterschiedliche Auslöser haben kann, zum Beispiel Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmelpilze oder auch Nahrungsmittel.

Welche Symptome können dabei auftreten?

Sobald die Pollen mit den Schleimhäuten in Berührung kommen, wird bei Allergikern die allergische Reaktion ausgelöst. Augentränen und -jucken, Niesreiz, Fließschnupfen, Nasenverstopfung, Atemnot bis hin zum Asthma bronchiale, Hautreaktionen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen sind typische Beschwerden.

Was verursacht die Beschwerden?

Allergieauslöser in Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tierhaare und Nahrungsmitteln können einen allergischen Schnupfen auslösen. Bei den Pollenallergikern gibt es jahreszeitlich und regional bedingte Unterschiede. Die Hauptauslöser sind Pollen von Gräsern, Birke, Erle, Hasel, Beifuß oder Ambrosia.

Ist es überhaupt möglich, einen Heuschnupfen dauerhaft loszuwerden?

Zur Behandlung einer Pollen-Allergie wird neben einer medikamentösen Therapie eine frühzeitige Behandlung mittels einer spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) empfohlen. Die Hyposensibilisierung ist die einzige ursächliche Therapie, die auch helfen kann einen Heuschnupfen dauerhaft los zu werden.

Welches Risiko besteht, wenn Heuschnupfen nicht behandelt wird?

Jeder dritte Pollen-Allergiker erkrankt an einem Asthma. Häufig wird das gleichzeitige Auftreten von Heuschnupfen (Allergische Rhinitis) und Asthma erst spät erkannt. Ganz nach dem Motto „Ein Atemweg – eine Erkrankung“ sollte daher bei jedem Heuschnupfen-Patienten immer geklärt werden, ob gleichzeitig ein Asthma bronchiale vorliegt; bei jedem Asthmatiker, ob er auch an einem Heuschnupfen leidet.

Wo erhält man Hilfe, wenn man betroffen ist?

Unabhängige Beratung rund um das Thema Heuschnupfen, Asthma und Allergien erhalten Betroffene und Interessierte bei der Allergie-Hotline des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB). Dort kann auch der kostenfreie Ratgeber „Pollen- und Kreuzallergien“ bestellt werden.

Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB)
An der Eickesmühle 15-19
41238 Mönchengladbach
Beratungstelefon:  02166 64788-88 oder 0180 5052121 (14 Cent aus dem Festnetz pro min) , Mo – Do : 9:00 – 12:00 Uhr
E-Mail: info@daab.de, Internet: www.daab.de
Beschwerdemeldung Pollenallergie: www.pollentrend.de